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Was wir lesen, wer wir sind - arkadaşlar

Zusammenwachsen. Mit Musa Deli und Dinçer Güçyeter

Lesung & Gespräch
Das Titelbild der Veranstaltung zeigt fünf rote Nelken, die auch im Ausstellungsplakat erscheinen. Sie lagen auf den Särgen der Mordopfer des Brandanschlages von Solingen 1993.
Das Titelbild der Veranstaltung zeigt fünf rote Nelken, die auch im Ausstellungsplakat erscheinen. Sie lagen auf den Särgen der Mordopfer des Brandanschlages von Solingen 1993.
10.8.23
19:00 Uhr

Musa Deli und Dinçer Güçyeter sind Söhne sogenannter Gastarbeiter:innen, die in ihren Biografien und Texten die Geschichte (post)migrantischer Utopien und Hoffnungen nachgezeichnet und geschrieben haben.

Wie gelingt die Freundschaft in und mit Deutschland, wenn solche Hoffnungen sich am Erleben stoßen? Wie fühlt sich das Ankommen gedehnt über die Generationen an, wenn und weil die Eltern schwiegen?

Sprachlosigkeit und Sprachfindung sind für beide Autoren relevant, die Sprache und der Ausdruck ihrer Texte auch wegen ihrer verschiedenen Genres unterschiedlich.
Dinçer Güçyeters erster Roman, der 2023 den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, beeindruckt in seiner stilistischen Dichte, der Verwebung genreübergreifender Elemente, den vor allem weiblichen Perspektiven und dem bisweilen rauen Ton.

Der Sozialpsychologe Musa Deli beschreibt seinerseits die Herausforderungen von in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationserfahrung in Geschichten und Analysen, die von psychischen Problemen, Rassismuserfahrungen und verwehrten Bildungs- und Aufstiegschancen handeln.

Was wir lesen, wer wir sind - arkadaşlar. Lesungen und Gespräche.

jeweils donnerstags, Einlass 19:00 Uhr | Beginn 19:30 Uhr im Meistermann Saal des Zentrums für verfolgte Künste, Eintritt frei (Termine: 01.06.2023, 15.06.2023, 29.06.2023, 10.08.2023, 24.08.2023, 07.09.2023)


Arkadaşlar [aɾkadaʃˈlaɾ], Freund:innen, ist als Motto unserer Sommerlesungen und Gesprächsabende in An-lehnung an den Ausspruch Lasst uns Freunde sein! Bırakın arkadaş olalım! von Mevlüde Genç gewählt. Arkadaşlar jedoch auch in Anspielung darauf, dass es mutmaßlich vier Freunde waren, die das Haus entzün-det haben, dass die Freundschaft im Sinne eines Zusammenwachsens etwas ist, das wir auch immer wieder kritisch in Frage stellen müssen.

Wie schon im letzten Jahr wollen wir unsere Lesungen als moderierte Gespräche zwischen zwei Autor:innen verschiedener Genres gestalten, die sich schnell auch dem gesamten Publikum öffnen. Kurze Leseblöcke und kleine Performances wechseln dabei ab mit einem Dialog, den wir auch über diesen Sommer hinaus mit Ihnen führen möchten.

Ein Gespräch bestückt mit vielen Beiträgen der deutschen Gegenwartsliteratur, die diese um Perspektiven erweitern, die intersektionale Diskriminierungsrealitäten und Widerstandspraxen ebenso in den Fokus rücken, wie die Geschichten ihrer Protagonist:innen.

Material

Pressespiegel

Aktuelles

Ausstellungsplakat „Sperren Sie endlich ihren Kopf auf!“ Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen
7.5.26
13.9.26

Wechselausstellung

:

„Sperren Sie endlich ihren Kopf auf!“

Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen

Das Zentrum für verfolgte Künste zeigt, wie Dada antibürgerlich, anarchistisch und pazifistisch mit scharfem Blick und beißender Satire Gesellschaftskritik übte, geltende Werte sowie politische und soziale Zustände und Dynamiken hinterfragte.

Karl Kunz, „Jahrmarktparade“, Juni 1950, Öl auf Hartfaser, Nachlass Karl Kunz Berlin
11.1.26

Führung

:

Kuratorinnenführung zu „Karl Kunz. Fantastische Körper“

Mit Dr. Katharina Günther

Am 11. Januar 2026 um 15 Uhr führt die Kuratorin des Zentrums für verfolgte Künste, Dr. Katharina Günther, durch die Ausstellung „Karl Kunz. Fantastische Körper“.

Ausstellung „Karl Kunz. Fantastische Körper“, Foto: Daniela Tobias
18.1.26

Führung

:

Öffentliche Sonntagsführung zu „Karl Kunz. Fantastische Körper“

Wiederentdeckung eines vergessenen Künstlers

Am Sonntag um 13 Uhr haben Sie Gelegenheit mit unserem Kunstvermittler die Ausstellung „Karl Kunz. Fantastische Körper“ im Zentrum für verfolgte Künste kennenzulernen.